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EINE REISE DURCH OSTPREUSSEN ...

A journey through East Prussia ... - English spoken? Click on the flag

Keine Lust mehr auf 70 Jahre alte Ostpreussen-Fotos in schwarz-weiss aus Grossmutters  Fotoalbum? Dann sind Sie hier richtig: Auf der grössten und aktuellsten Internet-Fotoseite ĂĽber das ehemalige OSTPREUSSEN, WESTPREUSSEN, der FREIEN STADT DANZIG und dem MEMELLAND. In alphabetischer Reihenfolge finden Sie einen Ăśberblick ĂĽber die SehenswĂĽrdigkeiten dieser Region mit einem kurzen Umriss ihrer Geschichte.

Die Marienburg im ehemaligen Ostpreussen war lange der Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens.
Malbork castle in former East Prussia had long time been the headquarters of the Teutonic Knights.

Die Eroberung und Ansiedlung im Land der Preussen

Bereits im 13./14. Jahrhundert begann fĂĽr das Land zwischen Weichsel und Memel (dem späteren Kernland Preussens) die Eroberung durch die Ritter des Deutschen Ordens, die dieses in ihren Ordensstaat integrierten.  Die Region wurde fĂĽr viele Jahrhunderte der Machtbereich des Ordens, der einst im Heiligen Land gegrĂĽndet wurde und später seine Herrschaft bis nach Osteuropa ausdehnte. Noch lange Jahre nach dem Niedergang des Deutschen Ordens bildete der preussische Folgestaat, “das Land der Prussen”, die deutsche Grenze zu den östlichen Nachbarstaaten !

Südlich des Weichseldeltas: Fruchtbare Felder, Vorlaubenhäuser und eine reiche Natur.
South of the Vistula river delta: Fertile fields, arcaded farm houses and a rich nature.

Ab 1920 (Westpreussen und das Memelland) und nach 1945 (Ostpreussen) kam das ehemalige Kreuzritterland wohl endgültig in neue Hände. Nach Jahren hinter dem Eisernen Vorhang, trotz Kriegszerstörung und sozialistischer Misswirtschaft, haben vor allem die Polen das Erbe der deutschen Ritter angenommen und zu grossen Teilen vorbildlich wieder hergestellt. So wurden viele der mittelalterlichen Burgen und Schlösser im ehemaligen Ordensland vor dem endgültigen Verfall bewahrt.

Die Geschichte des Deutschen Ordens

Trotz seiner späteren Dominanz in Nordosteuropa, hatte der Orden seine Wiege in der Stadt Akkon, nahe Haifa, im heutigen Israel. Gegründet im Jahr 1190, war er nach den Johannitern und Templern der dritte geistliche Orden im Heiligen Land. Da die heiligen Stätten Jerusalems sich seit 638 unter islamischer Herrschaft befanden, sah der Orden sich ursprünglich in der Aufgabe, die nach Palästina kommenden christlichen Pilger und Kaufleute zu versorgen und zu schützen. Diese Heiligtümer waren damals nach wie vor frei zugänglich. Ab 1198 entstand so auch eine ritterliche Kampfgemeinschaft zum Schutz dieser Pilger. In Anlehnung an die anderen beiden Orden der Johanniter und Templer wurden der weisse Mantel und das schwarze Kreuz als Erkennungszeichen des Deutschen Ordens angenommen. Wegen der Vormachtstellung der Johanniter und Templer im Heiligen Land beschränkte sich der Deutsche Orden auf das Gebiet um Akkon und Montfort sowie das Hinterland um Tyrus.


Die Entstehung des Ordenstaates in Osteuropa

Unter dem Hochmeister Hermann von Salza (1210-1239) expandierte der Orden unter anderem auch nach SiebenbĂĽrgen ins heutige Rumänien und später ins Kulmer Land am Unterlauf der Weichsel im heutigen Polen. 1231 ĂĽberschritten 7 Ordensritter, gefolgt von einer Reihe von Kreuzfahrern die Weichsel. Sie bauten zuerst eine Burg bei der späteren Stadt Thorn, danach folgten die Burgen in Kulm (CheĹ‚mno), Marienwerder (KwidzyĹ„) und Elbing (ElblÄ…g). Von dort aus unterstĂĽtzten sie erfolgreich den polnischen Herzog Konrad von Masowien, der sie ins Kulmer Land gerufen hatte, um die aus dem baltischen Raum vorwärts drängenden  heidnischen Pruzzen in Schach zu halten. Parallel gelang dem Orden die GrĂĽndung eines eigenen Staates. Nach dem Verlust Akkons 1291 wurde der Sitz des Hochmeisters erst nach Venedig und ab 1309 in die Marienburg (Malbork), sĂĽdöstlich von Danzig verlegt. Von dort expandierte der Orden mit päpstlicher UnterstĂĽtzung weiter nach Osten. Das Ordensland reichte nach der Vereinigung mit dem SchwertbrĂĽderorden zeitweise von der Grenze Pommerns bis an den Finnischen Meerbusen im heutigen Estland.

Die Mehrzahl der in diesem Gebiet heute liegenden Städte waren einst Gründungen der Ordensritter. Viele von ihnen tragen selbst unter neuer Hoheit noch stolz das Ritterkreuz im Stadtwappen.

Ordensland = Weichselland: Wie hier vor der Ordensburg in Ĺšwiecie (Schwetz/Westpreussen).
Land of the Order = Land of the Vistula river: As seen here near the castle of the Teutonic Order in Ĺšwiecie.

Die Zeit der Konsolidierung

Nach dem Sieg über die Prussen strukturierte und organisierte der Orden das eroberte Gebiet. So förderte er den Zuzug von deutschen und polnischen Siedlern und schaffte optimale Rahmenbedingungen für Siedler und Kaufleute. Auf dieser Grundlage schaffte er einen leistungsfähigen und modernen mittelalterlichen Staat. Der Deutsche Orden gründete 1000 Dörfer bis 1400 und 93 Städte bis 1410.

Unterstützt von Rittern aus ganz Westeuropa unternahm der Orden “Reisen” gegen die noch heidnischen Litauer, die sich jedoch heftig zur Wehr setzten und ihrerseits ins Ordensland einfielen. 1309 erwarb der Orden Pommerellen mit Danzig (Gdańsk), Dirschau (Tcew) und
Schwetz (Świecie). Nach der Vereinigung der Reiche von Polen und Litauen erwuchs jedoch ein übermächtiger Gegner für den Deutschen Orden.

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