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PAPOWO BISKUPIE / BISCHÖFLICH PAPAU  (Westpreussen)

Auf dem Weg von Kulm (Chełmno) nach Thorn (Toruń) liegt unweit der Landstrasse das kleine Dorf Papowo Biskupie. Im Jahre 1222 erstmals erwähnt, wurde der Ort gleich nach der Ankunft des Deutschen Ordens im Thorner Land 1232 eingenommen. 1287 entstand hier eine Komtur des Ordens. In der näheren Umgebung der Burg förderte der Orden intensiv Ackerbau und Viehzucht, was die Bedeutung der Festung als Schutzburg verstärkte. Nach der Niederlage des Ordens 1410 bei Tannenberg/Grunwald kam die Anlage unter polnische Herrschaft, kehrte aber später zum Orden zurück.

Als 1454 die Bürger von Thorn sich gegen den Deutschen Orden auflehnten, wurde auch die Ordensburg in Bischöflich Papau angegriffen. Aber erst 1458, nach einem Angriff polnischer Ritter, wurden die 55 verbliebenen Ordensritter besiegt und die Burg teilweise durch Brandschatzung und Plünderung zerstört. 1505 verschenkte der polnische König die Anlage an den Bischof von Kulm, die Festung verfiel jedoch weiter. Papowo Biskupie wurde 1772 ebenfalls ein Teil von Westpreussen und kam nach dem Versailler Vertrag bzw. dem Ende des Ersten Weltkrieges auch zu Polen.

Besuch der alten Festung im ehemaligen Bischöflich Papau.
Visiting the old fortress at Papowo Biskupie.

Wo eine Ordensburg stand, konnte auch eine gotische Kirche nicht weit sein ...
Where there is a castle of the Teutonic Order, a gothic church could not be far away ...

Die Ritter hatten aber auch eine eigene Kapelle, wie man an den Mauerresten unschwer erkennen kann.
The knights had their own chapel as one can easily reckognise by the remains of the wall.

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