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ELBLĄG / ELBING                                          (Ostpreussen)

Als die Ritter des Deutschen Ordens bei ihren Eroberungszügen der Weichsel in Richtung Ostsee folgten, stiessen sie im Raum des Elbing-Flusses auf Lübecker Kaufleute, die über das Meer gekommen waren. Der Deutsche Orden gründete um 1237 südlich der heutigen Stadt eine Burg, in deren Schutz sich die Lübecker Kaufleute niederliessen und die Stadt Elbing gründeten. Vorher war dieser Ort ein frühgeschichtlicher Handelsplatz namens Truso. 1242 entstand als Gemeinschaftswerk von Rittern und Bürgern das Heilig-Geist-Hospital. Elbing war im Ostseehandel und der Hanseschiffahrt führend, danach musste sie diese Position an das nahe Danzig abgeben. 1453 wurde die Ordensburg von polnischen Truppen und Elbinger Bürgern zerstört. 1454 sagte Elbing sich mit Danzig und Thorn vom Deutschen Orden los und schloss sich 1466 dem polnischen Königreich an.

Die Nikolaus-Kirche dominiert die Elbinger Altstadt.Sie wurde 1520 fertiggestellt.
St. Niclas Church dominates the old town of Elbląg. It was finalised in 1520.

1772 kam die Stadt unter preussische Herrschaft und gehört später zur Provinz Westpreussen. Nach dem 1. Weltkrieg verblieb Elbing beim Deutschen Reich (Ostpreussen). 1945 wurde jedoch auch die Elbinger Altstadt dem Erdboden gleich gemacht, die Stadt an die siegreichen Russen verloren. Seitdem ist als Elbląg eine polnische Stadt.

Das 1319 erbaute Markttor, welches im 15. Jahrhundert aufgestockt wurde.
The Market Gate was built in 1319, its tower extended in the 15. century.

Die wiederaufgebaute Altstadt.
The reconstructed old town.

Neubauten werden architektonisch dem alten Stil angepasst.
New buildings are adapted to the historical architecture.

Elbing bei Nacht.                                                                                                                        Foto: Janusz X
Elbląg at night time.

Natürlich ist Elbing/Elbląg nicht mit Danzig vergleichbar, aber trotzdem lohnt die Stadt einen Besuch. Die Altstadt befindet sich permanent im Um- bzw. Aufbau und wird vorbildlich entweder restauriert bzw. entstehen neue Häuser, die optisch an den historischen Stil angelehnt werden. Besucher, die der (touristischen) Hektik und Überfüllung des nahen Danzig entfliehen wollen, werden sich in Elbląg wohlfühlen.

Der Oberländer Kanal / Kanał Elbląski

Wer sich in der Nähe von Elbing aufhält, darf nicht versäumen eine Fahrt auf dem bekannten Oberländer Kanal zu machen. Hier, südlich der Stadt, wird der Kanal durch fünf “schiefe Ebenen” oder Rollberge unterbrochen, die zusammen mit vier Schleusen auf einer Strecke von neun Kilometern einen Höhenunterschied von bis zu 106 Meter überwinden. Das Problem der unterschiedlichen Kanalhöhen überwand man, indem man die den Fluss entlang fahrenden Schiffe entweder über Eisenbahngleise zum höher gelegenen Kanal hochzog, oder die Schiffe, die sich bereits auf dem oberen Kanal befanden, auf den Gleisen wieder zum nächst tieferen Kanal per 60 PS-Wasserrad und Endlosdrahtseil hinunter liess.

Dieses Schiff möchte den Berg hinauf zum nächsten Kanal (hier bei Hirschfeld/Jelonki)
This ship wants to go uphill to the next channel (here near Hirschfeld/Jelonki).

Auf einem Wagen wird man den Berg hinauf gezogen.
On a trolley the ship is towed uphill.

Dieses Kanalsystem, mit seiner in Europa einzigartigen Technik, wurde zwischen 1845 und 1860 gebaut. Es verbindet den Drausensee mit dem Drewenz- und dem Geserichsee, demnach die Städte Elbing (Elbląg) mit Osterode (Ostróda) und Deutsch-Eylau (Iława) und so das frühere West- mit Ostpreussen.

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