Die Stadt, am Fluss Drewenz (Drwęca) gelegen, wurde 1254 vom Deutschen Orden dem Bischof von Leslau zu kulmischem Recht übergeben, kam
aber bereits 1293 zum Orden zurück, der hier von 1293 bis 1310 eine Befestigung zur Grenzsicherung anlegte. Diese Burg wurde zum Wahrzeichen von Gollub. Ab 1466 wurde Gollub/Golup polnisch und im 17. Jahrhundert
wurde die Burganlage die Residenz der Königin Anna Wasa von Schweden, der Schwester von Zygmunt III. Wasa. Die Königin liess auch 1616-23 die Burg im heutigen Rennaissance-Stil umbauen.
Von 1773 bis 1920 lag
Gollub im Deutschen Reich (Westpreussen). Die am anderen Flussufer der Drewenz liegende Stadt Dobrien (polnisch: Dobrzyń) lag in dieser Zeit, während der letzten Teilung Polens, bereits auf dem Gebiet des
russischen Zarenreiches.
Burg Gollub (auch unter dem Namen Schloss Golau bekannt) beherbergt heute ein Museum und ein Hotel.
Blick von Burg Gollub auf die darunter gelegene Stadt Golub-Dobrzyń. Looking down on Golub-Dobrzyń from the castle.
Die Burg ist eine interessante Kreuzung aus Ritterburg (unterer Teil) und Schloss (oberer Teil). The castle is an interesting mixture between a knights´ castle (lower part) and a chateau (upper part).
Schloss Golau von der Stadt aus gesehen. Golau castle seen from the city.
Auf dem Marktplatz in Golup. Der Ortsteil Dobrzyń liegt auf der anderen Seite der Drewenz (Dwręca). On Golub´s market place. The Dwręca river separates Dobrzyń from Golup, which is the other part of the city.
Auch das gibt es mittlerweile in Polen: In der Kirche befindet sich eine Schule! Rechts die sog. “Ritterkneipe” Hard to believe in a country like Poland: This church is a school now !
Der Marktplatz. The market place.
Alte Häuser vom Anfang des 20. Jahrhunderts schmücken den Marktplatz. Old buildings from the beginning of the 20. century decorate the market place.
Gollub bietet auch nachts einen tollen Anblick von der Burg. Gollub offers a splendid view from the castle at night.
Nach der Wiederentstehung des Staates Polen im Jahr 1920 ging die bis dahin deutsche Stadt Gollub - mit der Schwesterstadt Dobrzyń
wiedervereinigt - als Golub-Dobrzyń in die neue polnische Republik ein.