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ГУCEB / GUMBINNEN
(Ostpreussen)
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Wo die Flüsse Pissa und Rominte sich vereinen, liegt Gumbinnen. Ursprünglich standen auf dem Stadtgebiet die Dörfer Pisserkeim und
Kulligkehmen, welche bereits 1580 eine eigene Kirche aufwiesen. Aus dieser entstand 1720 die altstädtische Pfarrkirche. Ab 1590 wurde die Ansiedlung Gumbinnen genannt, brauchte jedoch lange sich wirtschaftlich zu
entwickeln. Ab 1712 siedelten hier auch Zuwanderer aus der Schweiz, dem heutigen Hessen und Sachsen-Anhalt, die nachhaltig den Aufschwung von Gumbinnen prägten. Auf Anordnung Friedrich Wilhelm I. im Jahre 1721 zur
Stadt erhoben, wurde Gumbinnen nach den Plänen von Joachim Ludwig Schultheiss “straff preussisch” geordnet. Vom Marktplatz aus gingen nach allen Seiten rechtwinklig die Strassen ab. Um den Ort zu fördern, verlegte
der König auch einige Ämter nach Gumbinnen, so auch die Kriegs- und Domänenkammer und machte Gumbinnen zu einer Garnisonsstadt. Dies führte rasch zu weiteren Zuwanderungen und sorgte für eine zunehmende
Einwohnerzahl.
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Das Regierungsgebäude von Gumbinnen wurde wieder renoviert, die frühere Kriegs- und Domänenkammer. The government office was renovated again.
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Von besonderer Bedeutung für die Stadt war die Ansiedlung von Salzburger Protestanten, die 1731/32 ihrer Heimat verwiesen und hier
angesiedelt wurden. Rund 20.000 evangelische Alpenbewohner kamen so nach Ostpreussen, 1734 wohnten 237 von ihnen in Gumbinnen. 1752/54 erhielten die Salzburger ein eigenes Gotteshaus, welches 1839/40 einem
Neubau wich. Auch ein eigenes Hospital bauten sie in der Stadt.
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Die Salzburger Kirche in Gumbinnen wurde mittlerweile auch renoviert. Ihr
zentrales Kirchenfenster zeigt den erzwungenen Auszug der Salzburger Exulanten aus ihrer Heimat im Alpenland. The Salzburger Church was refurbished in the meantime. Its church´s central window shows the
forced migration of the Salzburger Exiles from their homeland in the alps.
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Das bekannte Elchdenkmal auf dem Magazinplatz. The well-known elk memorial on Magazinplatz.
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Die 1903 erbaute ehemalige Friedrichschule. The former Frederick´s School, built in 1903.
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Bereits im 1. Weltkrieg war Gumbinnen von russischen Einheit zeitweise besetzt worden. Im 2. Weltkrieg fanden ab Oktober 1944 erbitterte
Kämpfe gegen die erneute russischen Invasion statt, die im Januar 1945 mit der Eroberung der Stadt endete. Die deutsche Bevölkerung floh oder siedelte in den Folgejahren aus. Gumbinnen erhielt 1946 den Namem Gussev
- im Gedenken an den gleichnamigen sowjetischen Hauptmann - und gehört seitdem zum russischen Bezirk Kaliningrad/Königsberg.
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