Im Kreis Rastenburg (Kętzryn) findet man diesen vielbesuchten katholischen Wallfahrtsort. Heiligelinde wurde 1311 zum Andenken an den
Sieg des Grosskomturs Heinrich von Plozk über den Litauerfürsten Witen erbaut und 1482 erstmals als Wallfahrtsort mit dem Marienbild auf dem Lindestumpf erwähnt.
Die Geschichte dieses Wallfahrtsortes begann
im 14. Jahrhundert, als ein in Rastenburg zum Tode verurteilter Mann begnadigt wurde und zum Dank für seine Rettung eine Madonna an einer Linde aufhing. In der Folgezeit sollen sich an diesem Ort dann mehrere Wunder
ereignet haben.
Trotz Zerstörung und Wallfahrtsverbot aufgrund der Reformation hörten die Wallfahrten nicht auf. 1617 erwarb der polnische König Sigismund
III. das Anwesen und liess auf den Fundamenten der Vorgängerkapelle eine neue errichten. 1619 wurde diese eingeweiht und siebzehn Jahre später an das Domkapitel von Ermland übertragen. Aufgrund der steigenden
Pilgerzahlen musste die Kapelle erweitert werden. So enstand zwischen 1687 und 1790 das barocke Gotteshaus in seiner jetztigen Form.
Die “heilige Linde” im Inneren der Basilika zeugt von den Wundern, die sich um
den damaligen echten Baum einst ereignet haben sollen. The “holy lime tree” inside the basilica is still a witness of the miracles which reportedly had happened around the original tree. Foto: Dieter Thurm
Wer heute im Raum Rastenburg Hitlers “Wolfsschanze” besucht, kann diesen Wallfahrtsort als “Gegenprogramm” gleich mitbesuchen.