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MALBORK / MARIENBURG (Ostpreussen)
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Im Jahre 1309 verlegte der Hochmeister des Deutschen Ordens seine Residenz von Venedig auf die Marienburg in die Nähe von Danzig. Die bereits
seit 1279 dort befindliche Burg erwies sich jedoch als zu klein und so entschloss man sich an derselben Stelle die heutige Burg zu bauen. Die Umwandlung der Anlage zu einer Regierungszentrale des Ordenslands dauerte
bis zum Ende des 14. Jahrhundert. Einer der grossartigsten gotischen Backsteinbauten des Mittelalters entstand so. Die Marienburg gehört heute zu den grössten Burganlagen überhaupt und ist wohl die grösste
Backsteinburg der Welt. Der Jungfrau Maria gewidmet, sollte sie der Welt zeigen, welche Mission der Orden im Land der Prussen verfolgte..
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Ab 1457 wurde die Burg von den über den Deutschen Ritterorden siegreichen Polen übernommen, kam aber 1772 wieder ans Deutsche Reich zurück.
Um 1800 drohte die Anlage jedoch zu verfallen, weshalb aufwendige Restaurierungsarbeiten folgten. Die deutsche bzw. westpreussische Zeit der Burg und Stadt währte bis 1920, danach kam Marienburg nach einer
Volksabstimmung jedoch nicht an den neuen Staat Polen, sondern wurde bis 1945 dem Land Ostpreussen angeschlossen. Die vor der Burg fliessende Nogat war in diesen Jahren die Grenze zwischen Ostpreussen bzw. Deutschem
Reich und der Republik Polen. Nach dem Kriegsende wurde die Stadt Marienburg von der Roten Armee erobert, seitdem steht sie wieder auf polnischem Staatsgebiet
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Einst die stolzeste Burg des Deutschen Reiches, heute die prächtigste Burg in Polen. Once the proudest castle of the German Reich, today the most magnificent castle in Poland.
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Die schweren Zerstörungen an der Burganlage sind längst von den neuen Eigentümern behoben worden und die Marienburg zeigt sich ihren
Besuchern wieder in voller Pracht. Ein “Must-Visit” im Ostsee-Raum !!
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Der Palast des Hochmeisters. The grandmaster´s palace.
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Blick vom Burgturm über den Palast des Hochmeisters zur Nogat. Bis 1945 war der
Fluss die Grenze zwischen Deutschem Reich und Polen. Die Marienburg war ziemlich der westlichste Zipfel Ostpreussens. Looking over the grandmaster´s palace to the Nogat river. Until 1945 the river was the
borderline between the German Reich and Poland. Malbork castle was more or less the most western tip of East Prussia.
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Im Innenhof der Marienburg. Malbork castle´s inner courtyard.
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Statuen der bedeutendsten Hochmeister des Orden im Innenhof der Marienburg.
Statues of the most important grandmasters of the Teutonic Order, seen at Malbork´s inner courtyard.
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Der Zugang zur Burg von der Rückseite aus gesehen. The castle seen from the back entrance.
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Das im 14. Jahrhundert erbaute Rathaus der Stadt überlebte den 2. Weltkrieg. Die
umliegenden Gebäude wurde alle zerstört. Ganz im Hintergrund sieht man die weisse Madonna auf dem ehemaligen Abstimmungsdenkmal, welches bis 1945 an die Abstimmung der damaligen deutschen Bevökerungsmehrheit im
Jahre 1920 erinnerte, die sich als Folge des Versailler Vertrages für den Verbleib im Deutschen Reich entschieden hatten (siehe Foto unten). The town hall, built in the 14th. century, survived WW2. The
surrounding buildings however were completely destroyed. In the far background one can see the monument with the white madonna, where until 1945 a memorial stood which reminded the then German majority in Malbork
that they decided to stay with the German Reich after the Treaty of Versailles in 1920 (see photo below):
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Da die meisten Touristen sich auf den Besuch der Burg konzentrieren, kommt hier
kaum jemand vorbei: Das ehemalige Abstimmungsdenkmal. Wie es bis 1945 aussah, sehen Sie hier
. As most of the tourist concentrate themselves on visiting the castle, only few people come across this old German
memorial. It once reminded of the 1920 poll to stay with the German Reich. What it looked until 1945, you can see here:
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Im Sommer finden regelmässige Aufführungen à la “Marienburg in Flammen” statt, die sehr beliebt sind. During summer time “Son et Lumière” festivals are very popular.
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Die Marienburg liegt etwa 60 km südöstlich von Danzig/Gdańsk
und ist gut mit dem Auto oder Zug zu erreichen. Sie ist neben dem Wawel-Königspalast in Krakau sicherlich Polens berühmteste Burg und die Königin aller Deutsch-Ordensburgen.
STOGI MALBORSKIE
Unweit von Malbork liegt der Mennoniten-Friedhof von Stogi
Malborskie, der noch sehr gut erhalten ist. Wer auf der Landstrasse Malbork/Marienburg in Richtung Tcew/Dirschau unterwegs ist, findet nach einigen Kilometern eine entsprechende Beschilderung.
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Die ursprünglich aus den Niederlanden stammenden Mennoniten siedelten im Weichselland bereits im 16. Jahrhundert und flohen erst mit der
restlichen deutschen Bevökerung nach Ende des 2. Weltkrieges.
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