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MAZURY / MASUREN                               (Ostpreussen)

Das masurische Land wurde bis zu den Eroberungszügen des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert von baltischen Prussen/Preussen besiedelt. Durch die gewaltsame Landnahme und die militärische Überlegenheit des Ordens verschwanden jedoch diese Völker langsam aus der Region. Der Deutsche Orden versuchte parallel diese gering besiedelten Gebiete durch Zuwanderer aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden zu kolonialisieren. Auch die eigentlich weiter südöstlich lebenden slawischen Masowier folgten der Verlockung der organisierten Landnahme und geregelter Verwaltungsstrukturen des Ordens und siedelten sich in den nachfolgenden Jahrzehnten hier an. Sie gaben diesem Landstrich später seinen Namen: “Masuren”.

Nach der militärischen Niederlage des Deutschen Ordens gegen Polen-Litauen und dem Frieden von Thorn 1466, kam Masuren als Lehen an Polen, geriet aber 1618 an Brandenburg und wurde 1771/72 Teil des Königreiches Preussen.  Bis ins Jahr 1945 lag Masuren am südlichen Rand Ostpreussens, musste jedoch nach dem verloren gegangenen Zweiten Weltkrieg an Polen abgetreten werden.

Die Stadt Lyck (Ełk) ist die Hauptstadt Masurens und liegt malerisch am Lycker See (Jezioro Ełskie). Bereits 1398 stand hier eine Burg des Deutschen Ordens. Wer genau hinsieht, erkennt in der linken Bildmitte die 1853 fertiggestellte neugotische Kirche, die dem heiligen St. Adalbert gewidmet ist. Er wurde bei Danzig von den noch heidnischen Prussen getötet.
The city of Lyck (Ełk) is the capital of Masovia and lies picturesquely at Lake Lyck (Jezioro Ełskie). Already in 1398 a castle of the Teutonic knights was here. If you look closely, you will be able to reckognise the newgothic church in the left center of the picture which is dedicated to St. Adalbert. He was killed near Gdańsk by the then still pagan Prussians.

Die masurische Seenplatte beeindruckt vor allem aus der Luft, da man am Boden nicht die Vielzahl der Seen überblicken kann. Um jedoch die typische Eindrücke eines Masuren-Besuches festzuhalten, wird hier die Landschaft auf Augenhöhe gezeigt.                                                                               
The Masovian lakeside mainly impresses from the bird´s eye view as one cannot oversee the multiplicity of lakes. To get a typical impression of a visit, the landscape is shown at eye hight.                                                  Foto: Stefan Brendahl

Dichte Wälder reichen bis an das Ufer der Seen heran.
Dense forests reach to the banks of the lakes.

                                                                                                                                                                           Foto: Peter Smiarowski

Bei Lötzen (Gizycko) liegt der Mauersee (Jezioro Marmy), der zweitgrösste See der masurischen Seenplatte. Über den See erhebt sich der sagenumwobene Kanopke-Berg, von dem die alten Ostpreussen erzählen, dort habe einst der Teufel gehaust.
The Mausersee (Jezioro Mamry) is located near Lötzen (Gizycko) and is the second largest lake of the Masovian Lake District. Above the lake the lengendary Kanopke Mountain rises. The old East Prussians tell that the devil once lived there.

Heute ist die masurische Seenplatte das grösste Wassersport- und Freizeitgebiet Polens und bietet eine Vielzahl an Aktivitäten. Der Spirdingsee (Jezioro Sniardwy) ist das grösste Binnengewässer in Polen, der in der Nähe befindliche Mauersee (Jezioro Mamry) ist unwesentlich kleiner. Keine Wunder, dass dieses Gebiet sich grosser Beliebtheit bei den Einheimischen erfreut und immer mehr Gäste aus dem Ausland anzieht.

Diese wunderschöne Aufnahme entstand am Talter Gewässer (Jezioro Tałty), einem über 12 km langem See zwischen Rhein (Ryn) und Nikolaiken (Mikołajki).
This beautiful picture was taken at Lake Tałty (Jezioro Tałty), a more than 12 km long lake which is located between the cities of Ryn and Mikolajki.
                                                                                                                                                      
Foto: Dieter Thurm                                                          

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