Home
Ordensland
English Version
Die Zerstörung
Bruchstücke
Allenstein
Bischöfl. Papau
Braunsberg
Briesen
Danzig
Deutsch Eylau
Dönhoffstädt
Elbing
Frauenburg
Freystadt
Gollub
Graudenz
Gumbinnen
Heiligelinde
Heilsberg
Hohenstein
Königsberg
Krossen
Kulm
Kulmsee
Marienburg
Marienwerder
Masuren
Memel
Mewe
Neidenburg
Nidden
Rastenburg
Rauschen
Rehden
Rhein
Roggenhausen
Rössel
Schlobitten
Schlochau
Schönberg
Schwetz
Stuhm
Tannenberg
Thorn
Tilsit
Weissenberg
Wormditt
Zoppot
Landgüter
Die Memel
Die Weichsel
Ausflüge
Link-Liste
Impressum
GÄSTEBUCH

KLAIPÉDA / MEMEL                               (Ostpreussen)

Die Stadt an der Mündung der Dange ins Kurische Haff entstand im Jahr 1252 zeitgleich mit dem Bau der Mümmelburg. Gegründet wurde Sie nicht vom Deutschen Orden, sondern von dessem Verbündetem, dem livländischen Schwertbrüderorden. Der Bischof von Kurland und der Orden der Schwertbrüder sicherten an dieser strategisch wichtigen Stelle die Landverbindung zwischen dem preussischen und dem livländischen Ordenszweig. Einst war Memel die am weitesten im Osten liegende Stadt des Deutschen Reiches. Da Memel Grenzstadt war, hatte sie mehrfach unter kriegerischen Zerstörungen und Bränden zu leiden. Nach der Herrschaft der Livländer, geriet Memel 1328 an Preussen. Entsprechend gemischt war auch die ansässige Bevölkerung, die aus Deutsche, Kuren und Litauern bestand. Aber auch Schotten und Holländer liessen sich hier nieder.

Vor der Stadt Memel befindet sich der Ausgang vom Kurischen Haff in die Ostsee (linker Horizont).
In front of the city of Klaipeda the Courland Lagoon opens into the Baltic Sea (left horizon).

Der “Ännchenbrunnen” mit dem Medaillon von Simon Dach, dem grossen Sohn der Stadt. Der Brunnen befindet sich vor dem städtischen Schauspielhaus von Klaipéda.
“Anne´s fountain” with the medaillon of Simon Dach, the great son of the city. The fountain is in front of the city´s theater.

1525 wurde der Deutsch-Ordensstaat zu dem Memel gehörte ins evangelische Herzogtum Preussen umgewandelt. Nach der Gründung des Deutsche Reiches im Jahr 1871 wurde Memel die nördlichste Stadt des Kaiserreiches. Nachdem 1918 der Erste Weltkrieg verloren wurde, stellte man das ab 1920 das Memelland auf Betreiben Frankreichs unter die Verwaltung des Völkerbundes. Nachdem Litauer mit Gewalt die französische Besatzung vertrieben hatte, wurde die Region 1923 gewaltsam dem Staat Litauen einverleibt, die Siegermächte garantierten jedoch der deutschen Bevölkerung einen Sonderstatus unter litauischer Verwaltung.

Blick auf die Dange, die unweit von hier in das Kurische Haff mündet.
Looking to the Dange River, which flows into the Courland Lagoon not far from here.

Ausflugsschiffe verkehren heute zwischen Memel und Nidden.
Today excursion boats travel between Klaipeda and Nida.

Das Standbild der Borussia im alten Memel - vor dem 1. Weltkrieg.
The old city of Memel´s monument of the Borussia - before World War 1.

1945 wurde Memel aufgrund der Kriegshandlungen zur Hälfte zerstört. Im Januar 1945 erreichten die ersten Sowjettruppen die Stadt. Die bis dahin noch in der Stadt verblieben deutsche Bevölkerung wurde nach der Besetzung vertrieben. Bis 1990 war die seit dem Krieg in Klaipéda umbenannte Stadt Teil der Litauischen Sowjetrepublik. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Unabhängigkeit Litauens erlangte die Stadt wieder ihre Freiheit.

Seitdem Litauen Mitglied der Europäischen Union ist, kann Klaipéda problemlos besucht werden und ist über Rostock mit der Fähre direkt erreichbar.

.