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Wie sah das Ordensland aus?

Das ursprüngliche Gebiet des Deutschen Ordens in seiner grössten Ausdehnung wies bereits grob die Umrisse des späteren (ost-) preussischen Staates auf. Von Thorn im Süden, bis an die Memel im Norden. Nachdem der Orden der Schwertbrüder, der bis dahin das nördliche Baltikum beherrschte, durch Kämpfe gegen die Litauer fast vollständig aufgerieben wurde, vereinte er sich mit dem südlich gelegenen Deutschen Orden zu einem riesigen Reich, welches sich im 13. Jahrhundert vom heutigen Nordpolen bis nach Estland ausdehnte.

Die mittelalterliche Stadt Kulm (Chełmno) im Ordensland, die dem “Kulmer Recht” den Namen gab.
The medieval town of Kulm (Chełmno) in the Order´s Land gave name to the “Rights of Kulm”.

Der Niedergang des Deutschen Ordens

Im Laufe der Zeit begehrten die im Umfeld des Deutschen Ordens lebenden Völker mehr und mehr gegen die Kreuzritter auf. Durch die mittlerweile erfolgte Christianisierung der Litauer, war auch die Heidenmission des Ordens hinfällig und die päpstliche Unterstützung für diesen Auftrag entfiel. Nach deren Verbündung mit dem polnischen Königreich kam es im Juli 1410 zur Schlacht bei Tannenberg (polnisch: Grunwald) im späteren Ostpreussen, wo das Heer des Deutschen Ordens so vernichtend geschlagen wurde, dass dieser sich davon nicht mehr erholte. Trotzdem das Ordensgebiet nahezu erhalten blieb, war der Deutsche Orden nach dem 1. Frieden von Thorn (1411) wegen der Kontributionszahlungen mehr oder weniger bankrott. In den folgenden Jahren forderten die Städte und der Adel  zunehmend mehr Mitsprache in der Regierung des Landes. Dies wurde jedoch vom Orden ingnoriert und führte zur Bildung des Preussischen Bundes, einem Zusammenschluss der Ordensstädte und des Adels.

Im sogenannten Städtekrieg (1454-1466) verbündete sich der Preussische Bund mit dem König von Polen und griff gemeinsam den Orden an, jedoch ohne dass ein Sieger daraus hervorging. 1466 schloss man den 2. Frieden von
Thorn (Toruń), der zur Aufteilung des Ordenslandes führte. Die westlichen Gebiete mit dem Kulmer Land, Pomerellen und die Gebiete Christburg (Dzierzgón), Marienburg (Malbork), Stuhm (Sztum), Elbing (Elblag), sowie das Bistum Ermland wurden autonome Gebiet der Krone Polens. Danzig (Gdansk) wurde eine Freie Stadt im polnischen Verband. Der verbliebene Hochmeister des Ordens musste in den Folgejahren dem polnischen König einen Treueeid schwören.

Im heutigen Polen lebt die Tradition der Deutschordens-Ritter weiter ... (wie hier vor Burg Rehden im Kulmer Land).
In present days´ Poland, the tradition of the Teutonic Knights is still alive ... (as seen here in front of Rehden Castle in Chełmno County).

Der Übertritt des Hochmeister Albrecht von Brandenburg zum evangelischen Glauben im Jahr 1525 und die Umwandlung des verbliebenen Ordenslandes in ein weltliches Herzogtum beendeten die Herrschaft des Deutschen Ordens in Preussen und dem Baltikum. Preussen wurde in den folgenden Jahrhunderten politisch zum Machtzentrum des Deutschen Reiches  und Berlin seine Hauptstadt.

1945 entvölkerte der 2. Weltkrieg gewaltsam Ostpreussen. Der südliche Teil wurde zur neuen Heimat von vertriebenen Polen, die aus den russisch besetzten polnischen Ostgebieten kamen. Der nördliche Teil Ostpreussens wird heute von dort angesiedelten sowjetischen Staatsbürgern bewohnt. Auch die deutsche Einheit wurde erst möglich, nachdem die Bundesregierung die bestehenden Staatsgrenzen zu den östlichen Nachbarstaaten endgültig anerkannt hatte

Nach diesem Einführungstext gilt: “Bilder sagen mehr als tausend Worte”. Begleiten Sie mich auf den folgenden Seiten auf der Reise durch das ehemalige


                            
Ostpreussen und Westpreussen

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