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KĘTRZYN / RASTENBURG                                 (Ostpreussen)

Rastenburg wurde im Jahre 1329 vom Deutschen Orden als Rast- bzw. Befestigungsanlage gegen die kriegerischen Litauer errichtet. Trotz mehrer Überfälle der Litauer mit entsprechenden Zerstörungen, wurde die Burg immer wieder aufgebaut. 1357 erhielt der Ort Stadtrechte. 1440 schloss sich Rastenburg dem “Preussischen Bund” an, d.h. dass man sich später auch dem Krieg gegen den Deutschen Orden anschloss (wie auch Thorn, Danzig und Elbing).  Bis Mitte des 17. Jahrhunderts galt Rastenburg als drittreichste Stadt in (Ost-) Preussen, nach Königsberg und Memel. Durch Brände, Plünderungen und Kriege im Anschluss an die Ordenszeit fiel die Stadt jedoch sehr in ihrem Wohlstand zurück. Im Ersten Weltkrieg erlitt Rastenburg trotz russischer Besatzung kaum Schäden.

Die Burg des Deutschen Ordens in Rastenburg/Kętrzyn.
The castle of the Teutonic Order at Rastenburg/Kętrzyn.

1940 liess Adolf Hitler im nah gelegenen Görlitz das geheime Hauptquartier “Wolfsschanze” errichten. Diese Anlage wurde, um sie nicht den heranrückenden Russen zu überlassen, jedoch im Januar 1945 gesprengt. Nach dem Kriegsende folgte die Vertreibung der deutschen Bevökerung, die Stadt wurde ab diesem Zeitpunkt polnisch und in Kętrzyn umbenannt. Namensgeber war der berühmte deutsch-polnische Historiker Wojciech Kętrzynski, der zwar als Adalbert von Winkler als Sohn eines preussichen Beamten zur Welt kam, später aber den Namen seiner masurischen Vorfahren annahm.

Die zwischen 1359 und 1370 entstandene St. Georgskirche in Rastenburg.
Rastenburg´s St. George´s Church was built between 1359 and 1370.

Wintereindrücke.
Winterly impressions.

Wer Rastenburg besucht, sollte unbedingt einen Abstecher zur nahen “Wolfsschanze” machen. Es empfiehlt sich ebenfalls einen Führer zu nehmen, der einen durch das Gelände begleitet. Ausserhalb des eingezäunten Geländes sind weitere Bunker, die frei zugänglich sind. Weiterhin befindet sich auch in der Nähe der Flugplatz, auf dem damals Graf Stauffenberg zurück nach Berlin flog, in der Meinung, Hitler sei seinem Attentat zum Opfer gefallen.

Bei Rastenburg befinden sich auch die ehemaligen Bunkeranlagen der “Wolfsschanze”. Deutsche Besucher wie wir sind auch auf dem Parkplatz der Wolfsschanze eher die Ausnahme.
Near Kętrzyn are the former bunkers of the “Wolfsschanze”. German visitors like us are rather rare guests on the Wolfsschanze parking lot.

Die Reste des “Führerbunkers”. Weil er damals gerade renoviert wurde, kam es hier nicht zum Attentat des 20. Juli 1944. Dieses geschah (erfolglos) in einer Holzbaracke.
The remains of the “Führerbunker”. As it was renovated during that time, the attack of July 20th. 1944 was not executed here but instead (and unsuccessfully) in a wooden hut.

Die Holzstöcke als Stützen an den umgestürzten Mauerresten stammen von polnischen Schulklassen, die sich hier einen Spass erlauben.
The wooden sticks that seem to be holding the falling wall were put here by Polish school classes who make a little joke here.

Dies ist keine Wand, sondern das Dach eines Bunkers. Es fiel auf die Seite, nachdem Wehrmacht-Pioniere es sprengten.
This is not a wall, but a roof of a bunker. It turned upside down after Wehrmacht pioneers blew it up.