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Als um das Jahr 1241 die Ritter des Deutschen Ordens die prussische Siedlung an dieser Stelle eroberten, bauten Sie hier am Fluss Izer eine
hölzerne Burg, die die Aufgabe hatte, den Weg zwischen Frischem Haff und dem Königreich Polen zu sichern. Während der Prussenaufstände von 1242 bis 1262 wurde diese Anlage zerstört. 1273 entschloss man sich
dann am selben Ort eine steinerne Burg zu errichten. So entstand einst der nordöstliche Eckpfeiler des Fürstentums Ermland, welches von hier bis zur Ostsee reichte. Die Siedlung, welche um die Festung entstand,
wuchs allmählich und erhielt im Jahre 1337 das Kulmer Stadtrecht. 1347 wurden Stadt, Burg und Bevölkerung jedoch durch litauische Truppen arg in Mitleidenschaft gezogen. Seit 1353 befand sich die Stadt dann im
Eigentum der ermländischen Bischöfe, welche bald mit dem Erweiterungsbau eines Schlosses, welches 1375 vollendet wurde, begannen. Zwischen 1440 und 1506 wurde Rössel an den Deutschen Orden verpfändet und kam so zu
Polen. Als Ergebnis der ersten Teilung Polens kam das Fürstbistum Ermland 1770 unter Herrschaft der preussischen Nachbarn und wurde Sitz eines bischöflichen Burggrafen.
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